+++ 12:13 US-Justizministerium untersucht Durchsickern geheimer Dokumente +++ (2023)

Das US-Justizministerium hat eine Untersuchung zu im Internet verbreiteten Geheimdokumenten eingeleitet. "Wir haben uns mit dem Verteidigungsministerium in dieser Sache ausgetauscht und eine Untersuchung begonnen", sagt ein Sprecher des Justizministeriums der AFP. Das Pentagon hatte bereits erklärt, das Durchsickern der Dokumente zu überprüfen und das Justizministerium offiziell von der Angelegenheit in Kenntnis gesetzt zu haben. Zuletzt waren nach und nach eine Reihe von geheimen Regierungsdokumenten auf Online-Plattformen wie Twitter, Telegram oder Discord aufgetaucht. Darunter waren laut einem Bericht der "New York Times" geheime Dokumente zu Plänen der USA und der NATO, die Ukraine bei der Vorbereitung einer Frühlingsoffensive gegen Russland zu unterstützen. Die Dokumente sollen der Zeitung zufolge Details über Waffenlieferungen, Bataillonsstärken und andere sensible Informationen enthalten.

+++ 11:43 EKD-Vorsitzende verteidigt Waffenlieferungen und hofft auf Gespräche +++
Laut der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, sind Waffenlieferungen an die Ukraine weiterhin notwendig. "Dieses Volk muss seine Würde und Freiheit verteidigen können", sagt Kurschus im Deutschlandfunk. Zugleich sei auch wahr: "Waffen allein werden nicht zum Frieden führen." Zu einem echten Frieden gehörten Gespräche. Diese seien "im Moment sehr erschwert, auf oberster Ebene erst recht", räumt Kurschus ein. Niemand könne jetzt gerade mit Russlands Präsident Wladimir Putin verhandeln, sagt die EKD-Vorsitzende. "Dennoch dürfen wir als Christen zu keiner Zeit sagen, es kann keine Gespräche geben, es ist jetzt kein Aufeinanderzugehen möglich."

+++ 11:11 ntv-Reporterin Sharma: "Russland hat Krim zu Festung ausgebaut" +++
Im Rahmen einer Frühjahrsoffensive will Selenskyj die Krim zurückerobern. Laut Militärexperten gestalte sich eine Befreiung jedoch als schwierig. Das liege nicht nur an der russischen "Festung" auf der Halbinsel, sondern auch an einer geografischen Besonderheit, berichtet ntv-Reporterin Kavita Sharma.

Politik 09.04.23 03:24 min

Befreiung laut Experten schwierig Sharma: "Russland hat Krim zu Festung ausgebaut"

+++ 10:51 London: Moskau will Anschein der Normalität erwecken +++
Nach Einschätzung britischer Geheimdienste will Russland gezielt den Anschein erwecken, dass sich die Lage in den annektierten Gebieten in der Ukraine normalisiert hat. Bei einer kürzlichen Sitzung des russischen Sicherheitsrats sei Innenminister Wladimir Kolokolzew auserwählt worden, um über Wiederaufbau, Strafverfolgung und öffentliche Ordnung in den annektierten Gebieten zu sprechen, heißt es im Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums. Dass man ihn als Sprecher gewählt habe, sei mutmaßlich ein Zeichen dafür, dass man die Situation in den Provinzen möglichst normal und alltäglich erscheinen lassen wolle. Tatsächlich seien die Gebiete jedoch immer noch aktiv umkämpft und viele Bewohnerinnen und Bewohner hätten keinen Zugang zu den grundlegendsten Leistungen.

+++ 10:33 Generalstab der ukrainischen Streitkräfte meldet russische Verluste +++
Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte meldet, dass Russland seit dem Beginn seiner Invasion 178.150 Soldaten in der Ukraine verloren habe. In dieser Zahl sind 470 Verluste enthalten, die die russischen Streitkräfte allein in den letzten 24 Stunden erlitten haben. Russland habe außerdem 3636 Panzer, 7024 gepanzerte Kampffahrzeuge, 5602 Fahrzeuge und Treibstofftanks, 2740 Artilleriesysteme, 533 Mehrfachraketen, 282 Luftabwehrsysteme, 307 Flugzeuge, 292 Hubschrauber, 2312 Drohnen und 18 Boote verloren, so das Militär.

+++ 10:11 Jäger: Druck auf Krim könnte Moskau dialogbereit machen +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj beharrt weiterhin auf einer Rückeroberung der Krim. Viele Militärexperten halten die jedoch für schwer umsetzbar bis gar unmöglich. Doch zunehmender Druck auf die Schwarzmeer-Halbinsel könne Moskaus Blick auf mögliche Verhandlungen ändern, meint Politologe Thomas Jäger.

Politik 09.04.23 03:33 min

Wie realistisch ist Rückeroberung? Jäger: Druck auf Krim könnte Moskau dialogbereit machen

+++ 09:42 Geheimdokumente: Söldnergruppe Wagner versuchte, Waffen in der Türkei zu kaufen +++
Durchgesickerten Geheimdokumenten des Pentagons zufolge wussten die US-Geheimdienste von dem Versuch der Söldnergruppe Wagner, Waffen vom NATO-Mitglied Türkei zu kaufen, schreibt die "Washington Post". Demnach trafen sich Wagner-Soldaten Anfang Februar mit türkischen Vertretern, um Waffen und Ausrüstung zu kaufen", um die Position der Gruppe in den Kriegen in der Ukraine und in Mali zu stärken. Aus dem Bericht geht nicht hervor, ob die türkische Regierung hiervon wusste und ob die Verhandlungen erfolgreich waren. Aber "die Enthüllung, dass ein NATO-Verbündeter Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine geholfen haben könnte, könnte sich als brisant erweisen", heißt es weiter.

+++ 09:05 Ukrainische NGO holt Dutzende verschleppte Kinder zurück +++
Die NGO "Save Ukraine" holt etwa 30 von Russland verschleppte Minderjährige zu ihren Familien zurück. Die Kinder erzählen, sie hätten in Ferienlagern gelebt. Einige wurden sogar von ihren Eltern dorthin geschickt, um sie aus dem Kriegsgebiet zu schaffen. Nur zurück durften sie offenbar nicht mehr.

Politik 09.04.23 01:48 min

Von Russland entführt Ukrainische NGO holt Dutzende verschleppte Kinder zurück

+++ 08:52 Zwei Tote bei russischem Angriff auf Saporischschja +++
Der amtierende Bürgermeister von Saporischschja, Anatolij Kurtiev, teilt auf Telegram mit, dass zwei russische Raketen in ein Haus eingeschlagen sind. Dabei sollen die Bewohner, ein 50-jähriger Mann und ein 11-jähriges Mädchen, getötet worden sein. Mindestens ein Dutzend Gebäude in der Nähe wurden zudem beschädigt. Eine Frau konnte gerettet werden und wird in einem örtlichen Krankenhaus behandelt, heißt es weiter. Nach Angaben der Verwaltung sind alle notwendigen Dienste vor Ort und unternehmen alles, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten.

+++ 08:22 Generalstab: Ukrainische Streitkräfte wehren mehr als 50 russische Angriffe ab +++
Berichten zufolge konzentrieren die russischen Truppen ihre Bemühungen auf die Offensiven in Richtung Lyman, Bakhmut, Avdiivka und Marinka im Gebiet Donezk. Die ukrainischen Truppen haben mehr als 50 russische Angriffe in diese Richtungen zurückgeschlagen, so der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte in seinem Morgenupdate. In den vergangenen 24 Stunden hat Russland vier Raketen, 40 Luftangriffe und mindestens 58 MLRS-Angriffe auf ukrainische Militärstellungen und zivile Infrastrukturen geflogen. Die ukrainische Luftabwehr schoss außerdem zwei Drohnen vom Typ Supercam, sechs Drohnen vom Typ Orlan-10 und sechs Drohnen vom Typ Zala aus russischer Produktion ab.

+++ 07:50 Verletzter Zivilist nach Minenexplosion in der Oblast Kiew +++
Der ukrainische Notdienst meldet, dass ein Traktor in der Oblast Kiew auf eine Panzerabwehrmine gefahren ist. Der Fahrer bestellte gerade ein Feld, als sein Traktor zwischen den Dörfern Rusanivka und Svitylnia, etwa 54 Kilometer östlich von Kiew im Bezirk Brovarskyi, auf die Mine traf. Er erlitt nach Angaben der Rettungskräfte mehrere Verletzungen. Eine pyrotechnische Gruppe wurde am Tatort und in der Umgebung eingesetzt, um sechs weitere Minen zu entschärfen. Obwohl die Minenräumteams seit Monaten in diesen Gebieten arbeiten, ist die Gefahr für die Zivilbevölkerung durch Minen und andere nicht explodierte Kampfmittel weiterhin hoch.

+++ 07:15 ISW: Russische Streitkräfte setzen Artillerie ein, um geschwächte Offensivfähigkeiten auszugleichen +++
Der vom Kreml unterstützte Kommandeur und ehemaliger russischer Stellvertreter Alexander Chodakowski sagt, dass das russische Kommando beschlossen habe, die tägliche Ausgabe von Munition an Frontabschnitte, in denen keine aktiven Angriffsoperationen stattfinden, fast vollständig einzustellen. Chodakowski, der jetzt einem pro-moskauischen Wostok-Bataillon vorsteht, geht davon aus, dass der Artilleriemangel an der Frontlinie zum Teil auf die Vorbereitungen für eine ukrainische Gegenoffensive zurückzuführen sei. Das Institute for the Study of War (Institut für Kriegsforschung) erklärt, Chodakowskis Aussage deute darauf hin, dass "das russische Kommando aufgrund des Mangels an Artilleriemunition strenge Prioritäten bei der Versorgung setzen muss".

+++ 06:39 Russland plant angeblich vorzeitige Schulabschlüsse an Militärschulen +++
Der ukrainische Generalstab behauptet, Russland bereite sich darauf vor, aufgrund der "erheblichen Verluste" auf dem Schlachtfeld vorzeitig Absolventen einiger Militärschulen zu entlassen, da es an Personal fehle. Der Generalstab erklärt, die russische Militärführung habe wahrscheinlich beschlossen, am 29. April dieses Jahres vorzeitige Abschlussprüfungen an höheren militärischen Bildungseinrichtungen in mehreren russischen Städten - darunter Moskau, St. Petersburg, Kostroma, Penza, Omsk, Tjumen, Kasan, Nowosibirsk, Wolsk und Blagoweschtschensk - abzuhalten. Allerdings sollen Einrichtungen von der vorzeitigen Graduierung ausgeschlossen sein, die Studenten für die strategischen Raketentruppen, Luft- und Seestreitkräfte Russlands ausbilden. Russland selbst hat bisher noch nicht auf die Behauptung reagiert.

+++ 06:10 Russland beschießt vier Gemeinden in der Oblast Sumy +++
Die Militärverwaltung des Gebiets Sumy meldet eine Reihe russischer Angriffe auf die Gemeinden Bilopillia, Khotin, Velyka Pyarivka und Myropillia. Mehr als 79 Schuss sollen dabei gefallen sein. Die russischen Streitkräfte setzten mindestens neun Sprengkörper ein, um die Gemeinde Myropillia zu beschießen, während die Gemeinden Bilopillia und Chotin mit Mörsern und Granaten angegriffen wurden. Die Gemeinde Bilopillia im zentralen Teil des Gebiets Sumy leide am meisten unter dem Beschuss, sagt Taras Savchenko, amtierender Leiter der Militärverwaltung in Sumy. Verletzte sind bisher keine gemeldet worden. Zu den Schäden in der Region gibt es zudem noch keine Informationen. Die Militärverwaltung teilt außerdem mit, dass keine Gruppen einsatzbereiter russischer Streitkräfte jenseits der Grenze beobachtet wurden.

+++ 02:55 Bericht: Scholz hält Laudatio auf Selenskyj - kommt der ukrainische Präsident nach Deutschland? +++
Bei der diesjährigen Verleihung des Karlspreises an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wird nach Zeitungsinformationen aus deutschen Regierungskreisen Bundeskanzler Olaf Scholz die Laudatio halten. Nach Informationen aus ukrainischen Regierungskreisen ist laut "Bild am Sonntag" geplant, dass Selenskyj persönlich nach Aachen kommt. Es wäre sein erster Besuch in Deutschland seit Kriegsbeginn. Allerdings könne die geplante Sommeroffensive der Ukrainer dazu führen, dass Selenskyj nicht aus dem Land kommt und per Video zugeschaltet werden muss.

+++ 00:49 Ukraine schließt großes Waffen-Abkommen mit Polen ab +++
Die Ukraine hat mit Polen ein Abkommen über den Kauf von 200 gepanzerten Mannschaftstransportwagen des Typs Rosomak geschlossen, von denen 100 jetzt und 100 später geliefert werden sollen. "Das Wichtigste in diesen Tagen ist natürlich der Besuch in Polen, unsere Vereinbarungen, unsere Erfolge. Polen hat alles getan, was es bezüglich der Panzer versprochen hat: sie sind bereits in der Ukraine, insbesondere die Leopard-Panzer. Es gibt neue Vereinbarungen über Schützenpanzer - mehr als 100 Fahrzeuge. Für gepanzerte Mannschaftswagen - Rosomak - 200 Fahrzeuge, 100 jetzt und 100 später. Mehr Panzermörser, zusätzliche Raketen, MiGs", sagt Präsident Selenskyj in seiner Abendrede laut "Ukrainska Pravda".

Politik 05.04.23

Bereits acht MiG-29 geliefert Polen will Ukraine gesamte Kampfjet-Flotte überlassen

+++ 23:17 Oblast Charkiw meldet zwei Tote und eine Verletzte +++
Im Raum Kupjansk im Osten der Ukraine gibt es nach Angaben der regionalen Militärverwaltung weitere Tote. Russische Truppen hätten die Siedlung Dworitschna beschossen, erklärt der Gouverneur der Oblast Charkiw. Zwei Männer im Alter von 65 und 34 Jahren seien getötet worden. Zudem sei in dem Dorf Polody nahe Kupjansk eine 65-Jährige verletzt worden.

+++ 22:13 Selenskyj sieht Ukraine auf dem Weg in die NATO +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht sein Land trotz des russischen Angriffskriegs auf dem Weg in die NATO. Angesichts neuer Militärhilfe des Westens und der internationalen Unterstützung habe die Ukraine eine gute Woche für ihre "Bewegung Richtung NATO" hinter sich, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Litauen habe in dieser Woche die Notwendigkeit anerkannt, im Juli auf dem Gipfel des Militärbündnisses in der Hauptstadt Vilnius die Ukraine einzuladen, Mitglied der NATO zu werden. Allgemein gilt als Voraussetzung für einen NATO-Beitritt, dass der Beitrittskandidat nicht in internationale Konflikte und Streitigkeiten um Grenzverläufe verwickelt sein darf.

Politik 08.04.23

Litauen treibt Aufnahme voran Selenskyj setzt auf schnellen NATO-Beitritt

+++ 21:44 Ukrainische Armee meldet heftige Kämpfe um Marjinka +++
Die russischen Truppen sollen sich bei ihren Angriffen weiterhin auf mehrere Städte im Gebiet Donezk konzentrieren. Schwerpunkte der russischen Offensiven seien Lyman, Bachmut, Awdijiwka und Marjinka. Mehr als 35 Angriffe seien bis zum Abend abgewehrt worden, schreibt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook. Die heftigsten Kämpfe gebe es an der Front von Marjinka, wo 10 Angriffe abgewehrt worden seien. Die Angaben können nicht unabhängig geprüft werden.

+++ 21:17 Medwedew will ein Großrussland: "Keiner braucht die Ukraine" +++
Der frühere russische Präsident und Ministerpräsident Dmitri Medwedew ist der Ansicht, dass die Ukraine verschwinden wird. In sozialen Medien schreibt er, dass niemand die Ukraine brauche. In sechs Punkten führt er aus, warum seiner Meinung nach die USA, Europa, Lateinamerika, Asien, Russland und die Ukrainer selbst das Land nicht bräuchten. Die Regierung in Kiew bezeichnet er als "Nazi-Regime". Stattdessen werde ein Großrussland gebraucht, schreibt Medwedew, der Vizevorsitzender des russischen Sicherheitsrates ist.

+++ 20:50 Estlands Außenminister warnt vor "falschem Frieden" +++
Der estnische Außenminister Urmas Reinsalu hält die Unterstützung mit Waffen für die Ukraine durch ihre Verbündeten für noch nicht ausreichend. Zudem warnt er im Interview mit dem ukrainischen Nachrichten-Portal "The Kyiv Independent" davor, die Ukraine dazu zu drängen, "eine bestimmte politische Lösung auszuarbeiten", auch wenn sie die Erwartungen des Westens hinsichtlich eines bestimmten Zeitrahmens für die Befreiung ihres Territoriums nicht erfüllen kann. Es sei "unmoralisch und unfair", ein Einfrieren des Konflikts oder Kompromisse zur Beendigung des Krieges vorzuschlagen, wenn "wir der Ukraine noch immer nicht genug Waffen gegeben haben", sagt Reinsalu. "Ich bin sicher, dass alle Länder am Frieden interessiert sind, insbesondere die Nachbarländer Russlands, aber ein falscher Frieden ist nur das Vorspiel für neue Kriege."

+++ 20:21 Ukraine: Besatzer bereiten "Evakuierungen" vor +++
Die ukrainische Armee behauptet, dass die russischen Besatzer in mehreren von ihnen kontrollierten Gebieten "Evakuierungen" vorbereiten würden. Zivilisten aus den besetzen Gebieten in den Regionen Saporischschja und Cherson sollten auf die Krim gebracht werden, heißt es von den ukrainischen Streitkräften auf Telegram. Die Besatzer würden die Vorbereitungen dafür intensivieren und verbreiteten, dass die "Evakuierung" Ende des Monats beginnen würde. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

+++ 19:32 Laut NGO kehren 31 verschleppte Kinder zurück +++
Der ukrainischen Nichtregierungsorganisation (NGO) Save Ukraine ist es nach eigenen Angaben gelungen, 31 nach Russland entführte Kinder zurück zu ihren Familien zu bringen. Zuvor seien die Kinder aus russisch besetzten Gebieten in den Regionen Charkiw und Cherson entführt worden. Die Organisation veröffentlicht Videos, die zeigen, wie Kinder aus einem Bus steigen und von ihren Angehörigen in die Arme geschlossen werden. Die ukrainischen Behörden werfen Russland vor, seit Kriegsbeginn mehr als 16.000 ukrainische Kinder verschleppt zu haben. Moskau bestreitet das und gibt an, die Kinder vor den Schrecken des Kriegs gerettet zu haben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Politik 25.03.23

Anna aus Mariupol Wie Russland ein Kind entführte und für seine Propaganda missbrauchte

+++ 19:02 Gouverneur von Charkiw: Zwei Zivilisten durch Explosionen verletzt +++
Im Osten der Ukraine sind nach Angaben der regionalen Verwaltung zwei Zivilisten durch Explosionen schwer verletzt worden. Eine 53-Jährige sei auf einem Friedhof in Isjum auf eine Antipersonenmine getreten, schreibt der Gouverneur der Oblast Charkiw, Oleg Synegubow, bei Telegram. Zudem sei in Sloboschanske ein Mann bei einer Explosion schwer verletzt worden, als er versucht habe, einen unbekannten Gegenstand zu zerlegen.

+++ 18:40 80-jähriger Kiewer spielt jeden Morgen Nationalhymne +++
Jahrzehntelang hat Walentyn Dudkin seine Posaune nicht mehr angerührt, doch nach der russischen Invasion im Februar 2022 holte er sie wieder aus der Mottenkiste. Seitdem steht der 80-jährige frühere Orchesterleiter aus der Region Donezk jeden Morgen um 9 Uhr im Hinterhof seines Wohnblocks in Kiew und spielt die Nationalhymne "Noch ist die Ukraine nicht gestorben" sowie das Volkslied "Tscherwona Kalyna", die inoffizielle Hymne des Widerstands.

+++ 18:00 Kramatorsk erinnert an den Raketenangriff auf den Bahnhof mit 61 Toten +++
Bewohner der ostukrainischen Stadt Kramatorsk gedenken der Opfer des russischen Raketenangriffs auf den Bahnhof vor einem Jahr. Zahlreiche Menschen legen Blumen an einer kleinen Gedenkstätte nieder, die an die 61 Todesopfer des Angriffs vom 8. April 2022 erinnert. Mehr als 160 weitere Menschen wurden verletzt. "Was kann man sagen? Meine beste Freundin, ihre Tochter und ihr Hund sind gestorben", berichtet die 67-jährige Tetjana Syschenko unter Tränen. Sie selbst sei dem Bombardement nur knapp entkommen. Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wurde Streumunition eingesetzt. Demnach explodierte die ballistische Rakete vom Typ Totschka-U hoch über dem Bahnhof und setzte Dutzende von Munitionsteilen frei. Russland bestreitet, für den Angriff auf den Bahnhof verantwortlich zu sein.

Politik 21.02.23

Streumunition in Kramatorsk Raketenangriff auf Bahnhof war wohl Kriegsverbrechen

+++ 17:35 Hunderte bei Demo von ukrainischem Verein in Berlin: "Ohne Freiheit, kein Frieden" +++
Bei den diesjährigen Ostermärschen gehört die Forderung nach Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg zu den zentralen Anliegen. In Berlin organisiert der vor allem von Ukrainerinnen und Ukrainern getragene Verein Vitsche eine Gegendemonstration zu den Ostermärschen. Unter dem Motto "Ohne Freiheit, kein Frieden" versammeln sich einige Hundert Demonstrantinnen und Demonstranten am Brandenburger Tor, wie eine AFP-Reporterin berichtet. Der Verein twitterte am Freitag mit Blick auf die Ostermärsche, "ein Ende von Waffenlieferungen und damit eine brutale Unterwerfung der Ukraine wird hier zu einer 'pazifistischen' Lösung des russischen Angriffskrieges verzerrt. Wir Ukrainer*innen können daher nicht anders, als demgegenüber unsere Stimme zu erheben."

Frühere Entwicklungen können Sie hier nachlesen.

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Author: Dan Stracke

Last Updated: 20/09/2023

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Name: Dan Stracke

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